Der Kaffeeanbau in Vietnam begann im Jahr 1857, als französische Kolonisten die Kaffeepflanze ins Land brachten. Im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Vietnam schrittweise zu einem der bedeutendsten Kaffeeproduzenten Asiens.
Nach einem starken Rückgang während und unmittelbar nach dem Vietnamkrieg nahm die Produktion wieder zu. Ein wichtiger Wendepunkt war die wirtschaftliche Reformpolitik von 1986, die die Wiedereinführung von Privateigentum ermöglichte. In den 1990er-Jahren führte die Gründung zahlreicher privater Unternehmen zu einem regelrechten Boom in der Kaffeeproduktion.
Heute konzentriert sich die vietnamesische Kaffeeindustrie zunehmend auf Qualitätsverbesserung und effizientere Verarbeitungsmethoden. Vietnam zählt mittlerweile zu den größten Kaffeeproduzenten der Welt und ist besonders für seine umfangreiche Robusta-Produktion bekannt.
Die Klassifizierung vietnamesischer Kaffees erfolgt üblicherweise nach Bohnengröße (Siebmaß) und Defektanteil und reicht von Qualitätsgrad 1 bis 6.

Robusta

Ab 60 kg (Leergewicht 1 kg)

Von November bis Februar

Von September bis März

Mechanisches Abstreifen

Ganzjährig ab November

Saigon

27,5 Millionen Säcke
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