Der Kaffeeanbau in Malawi begann im Jahr 1891, als britische Kolonisten erstmals Kaffeepflanzen ins Land brachten. In den 1930er-Jahren gelangten weitere Samen durch Missionare in den Norden des Landes, wo Kleinbauern mit dem Anbau begannen und ihre Ernten über lokale Strukturen vermarkteten.
Die ersten Kooperativen entstanden in den 1950er Jahren dank finanzieller Unterstützung der britischen Regierung, die den lokalen Bauern Kaffeepflanzen zur Verfügung stellte. 1957 wurde die Misuku Coffee Growers Cooperative Society gegründet, die Kaffee über Moshi nach Tansania exportierte.
Nach der Unabhängigkeit Malawis im Jahr 1964 wurden neue staatliche Organisationen gegründet, um die Kaffeeproduktion zu fördern. Trotz wirtschaftlicher Herausforderungen blieb der Kaffeesektor bestehen und entwickelte sich weiter – mit zunehmendem Fokus auf Qualität, Produktivität und Marktpositionierung.
Ein wichtiger Wendepunkt war 1999 die Gründung des Smallholder Coffee Farmers Trust (SCFT). Diese Organisation unterstützt Kleinbauern bis heute durch Schulungs- und Entwicklungsprogramme sowie durch Maßnahmen zur Diversifizierung der landwirtschaftlichen Produktion. Im Zuge dieser Entwicklung wurde unter anderem die widerstandsfähige und ertragreiche Hybridsorte Catimor eingeführt.
Heute wird Kaffee in Malawi sowohl auf größeren Farmen als auch von Kleinbauern angebaut, wobei der Anteil kleinbäuerlicher Produktion vergleichsweise gering ist.
Zu den wichtigsten angebauten Varietäten zählen Catimor, Geisha, SL28, Agaro und Bourbon, wobei in den letzten Jahren verstärkt hochwertige und ertragreiche Sorten wie Geisha und SL28 gefördert wurden.
Die Blütezeit liegt in der Regel zwischen Dezember und Februar, während die Ernte von April bis September erfolgt. Der Export findet überwiegend zwischen August und April statt, meist über den Hafen von Durban in Südafrika. Insgesamt produziert Malawi jährlich rund 20.000 Säcke Kaffee.

Arabica

Ab 60 kg (Leergewicht 0,5 kg)

Von Dezember bis Februar

Von April bis September

Handverlesen

Von August bis April

Durban (Südafrika)

20.000 Säcke
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